Die Natur heilt und der Arzt hilft der Natur

Hippokrates hat schon im Altertum unterstrichen, dass jeder Mensch den eigenen Arzt in seinem Inneren hat, weil eine überschüssige Ernährung während einer Krankheit die “Fütterung einer Krankheit” bedeutet.

Die neuesten Forschungen und Statistiken der Ernährungswissenschaften bestätigen die Aktualität dieser Aussage. Insbesondere die zweite nationale Verzehrstudie die 2008 veröffentlicht wurde zeigt in den letzten 10 Jahren drastisch die Folgen von Fehlernährung durch eine Verdoppelung der Übergewichtigen. In Deutschland z.B. waren 2011 rund 60Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen übergewichtig, jeder fünfte Deutsche ist fettsüchtig (Body- Mass- Index BMI 30 und darüber). Tendenz steigend. Besorgnis erregend ist hier besonders das Übergewicht von Kindern. Derzeit bringt in Deutschland schon jedes sechste Kind zu viel auf die Waage. Sieben bis acht Prozent der Kinder sind fettsüchtig.

Dieses Übergewicht macht krank. Diabetes mellitus Typ 2, der früher auch Alterszucker hieß, nimmt dramatisch zu. Er ist eine typische Krankheit dieser Überernährung und des Bewegungsmangels. In früheren Jahren verdiente der „Alterszucker“ seinen Namen noch. Meist trat er nach dem 65. Lebensjahr auf. Heute erkranken bereits schon Kinder daran. Z.B. hat wer einen BMI über 30 hat ein 30 faches Diabetes-Risiko gegenüber Normalgewichtigen. Zudem steigt auch das Risiko für andere Begleit- und Folgeerkrankungen wie z.B. Bluthochdruck welches wiederum das Herzinfarkt-Risiko in die Höhe treibt welches selbst bei Menschen mit mäßigem Übergewicht im BMI-Bereich zwischen 25 und 29 doppelt so hoch ist wie mit Normalgewicht. Übergewicht erhöht außerdem das Risiko für Fettstoffwechselstörungen, Atemaussetzer im Schlaf, Gallensteine und Abnutzungserscheinungen, vor allem von Knie-, Hüftgelenken und Wirbelsäule. Übergewichtige Frauen erkranken häufiger an Gebärmutter-, Eierstock- oder Brustkrebs, übergewichtige Männer häufiger an Darm- oder Prostatakrebs.

Eine weitere Auswirkung von Fehlernährungen und industriell verarbeiteter Lebensmittel sind die zunehmende Ausbreitung von Allergien in der Bevölkerung. Auch das Krebsrisiko steigt durch schlechte ballaststoffarme und zu fleischreiche Ernährung. Darüber hinaus ist der Energiehaushalt bei den Betroffenen gestört und es sinkt die allgemeine Leistungsfähigkeit was wiederum zu Ausfällen ab Arbeitsplatz führt.

Dieses stets anwachsende Problem chronischer Stoffwechsel-, Rückbildung- und Entzündungskrankheiten ist die zudem die Ursache vieler Schmerzen, Unbeholfenheit und eines vorzeitigen Todes.

Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre weisen zudem auf eine der Ursachen von Gleichgewichtsstörungen in unserem Körper hin die auf eine unrichtige Lebensweise und insbesondere auf eine unangemessene Ernährung in Bezug auf Quantität und Qualität zurückzuführen ist.

 

Bei der Entwicklung dieser Krankheiten bietet eine pharmakologische Therapie nur die Behandlung von Krankheitssymptomen und bringt lediglich kurzfristige symptomatische Ergebnisse, die nicht immer vor Komplikationen, der Entwicklung chronischer Krankheiten oder unabsehbarer Nebenwirkungen schützt.

Das Entstehen einer Krankheit wird von Stress, einer unangemessenen Lebensweise, der Einnahme großer Mengen von Lebensmitteln, dem Verzehren industriell stark verarbeiteter Lebensmittel und einer nur kleinen Vielfalt ökologisch erzeugter natürlicher Produkte insbesondere Gemüse und Obst beeinflusst

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4 comments

  1. Hey Martin,

    der Post spricht mir aus der Seele. In der Gesellschaft werden ja auch oft die kritisiert, die auf Fettsucht aufmerksam machen. Oft wird denjenigen vorgeworfen, sich an optischen Schönheitsidealen zu orientieren, was in der Regel nicht stimmt. Sie wollen eigentlich genau das ansprechen, was du in deinem Post zusammengefasst hast. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz macht auf der Seite http://www.besseressenmehrbewegen.de/ auch darauf aufmerksam und Stelle Maßnahmen dagegen vor.

  2. Wenn mehrere Personen an dieser Thematik Interesse bekunden, kann ich einen Kollegen von mir Fragen, ob er nicht ein kleines Interview mit us zu diesem Thema abhält… Er ist da sehr fit ( Staatssekretär für Gesundheit und Umwelt )

  3. Jeder fünfte Deutsche ist fettsüchtig. Wenn man sich das mal überlegt, sind es schon erschreckende Zahlen. Ich habe gerade mal recherchiert, um einen Vergleich mit den Staaten zu bekommen. Dort waren es 2009 fast 36%
    http://www.cdc.gov/nchs/fastats/overwt.htm
    Es wäre sicher nicht verwunderlich, wenn sich diese Zahl bis zum heutigen Tage, den 40% angenähert hat.
    In Schweden waren 2007 10% der Einwohner fettsüchtig. Deutschland liegt also mit 20% genau dazwischen.
    Unternehmen sprechen immer von erhöhter Produktivität ihrer Mitarbeiter, aber diese kann sich gar nicht entfalten, wenn unsere Bevölkerung nur “pseudo” gesund ist. Eigentlich dachte ich, dass es schwer wäre, den wirtschaftlichen Schaden durch Übergewicht oder andere Gesundheitsprobleme in der Bevölkerung zu messen. Shell hat zum Beispiel an einer Studie teilgenommen, wo man herausfand, dass für JEDEN fettsüchtigen Mitarbeiter jedes Jahr 3,73 Arbeitstage verloren gingen, verglichen mit ihren nicht-fettsüchtigen Arbeitskollegen.
    Einerseits kann man argumentieren, dass der Staat, diesen Problemen mehr entgegen wirken könnte. Andererseits wäre es ignorant zu behaupten, dass nicht jeder selbst die freie Wahl hat, wie er mit seiner Gesundheit umgeht.
    Fest steht aber auch, dass die Flut an negativen Informationen jeden Tag sehr hoch sind. Durch Fitness-Magazine und Fernsehen werden Ideal-Bilder suggeriert, nach denen wir “streben sollen”. An jeder zweiten Ecke sitzt aber auch ein Schokoriegel, der nur darauf wartet, gekauft zu werden.

    Es ist interessant zu realisieren, bis in welche Ecken es Werbung schon geschafft hat: Gestern habe ich, während ich mich im Bad fertig gemacht habe, Spotify gehört. Zwischendurch wurde kurz eine Werbung von Mc Donalds eingeblendet. Danach habe ich mich echt gefragt, wieso ich mir in meinen eigenen vier Wänden Werbung anschauen muss.

    Negative Reize, die sich auf unsere Gesundheit auswirken können, sind also überall…jeder sollte selbst eine bewusste Entscheidung treffen, an welcher Stelle Gesundheit in seinem Leben steht. Wir leben nun mal nur ein mal..

  4. Eine sehr interessante Thematik. Ich hatte sie letztes Semester im Zuge einer Hausarbeit: “Die Du-darfst-Gesellschaft”. Der Konsum wird zum Trend und Freizeit erhält einen immer hören Stellenwert. ,,Man gönnt sich ja sonst nichts!”, so heißt es oft.
    Schaut man sich eine weltweite Grafik an, so sieht man eine klare Tendenz:
    http://www.infographicsarchive.com/health-and-safety/obesity-worldwide/

    Stark Übergewichtige sterben oft 10Jahre früher als andere & das Schlimme ist, dass insbesondere Kindern dieser Lebensstil vorgelebt und später auch übernommen wird.
    Da könnte man Aggressionen bekommen, wenn man Eltern ihr Kleinkind schon mit flaschenweise Cola & Hamburgern mästen sieht.
    Wie bereits schon erwähnt, geht es nicht nur um Schönheitsideale, sondern um die Gefährdung der eigenen Gesundheit.

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