Startup-Gründung durch Monopolaufbruch

Liberalisierung des Fernbusmarktes

Seit dem Anfang diesen Jahres dürfen Busunternehmen ihre Dienste auch auf innerdeutschen Strecken anbieten die bisher ausschließlich der Deutsche Bahn vorbehalten war. Der Bundesrat stimmte Ende 2012 dem Gesetzesentwurf zu.

Fernbus

Die Koalitionspartner CDU/CSU und FDP verabredeten in dem Kaolitionsvertrag von 2009, dass das Monopol der Deutschen Bahn aufgebrochen werden soll. Diese Chance machten sich nicht nur schon bestehende Busunternehmen zu nutze, es gab auch interessante Neugründung durch Jungunternehmer. Durch den geschaffenen Wettbewerb sollen die Kunden künftig die Möglichkeit haben, kostengünstiger zu reisen. Bedingungen sind jedoch, dass das Reiseziel mindestens 50 km entfernt ist und die Busse barrierefrei, also behindertenfreundlich sind.

Als ein interessantes Beispiel für die Neugründung eines solchen Unternhemns ist http://meinfernbus.de/. Die Jungunternehmer gründeten 2011 die MFB MeinFernbus GmbH. Dabei übernimmt das Unternehmen die Planung des Streckennetzes, Marketing und Vertrieb. Eigene Busse besitzen sie nicht, das Angebot wird ausschließlich durch Partner ausgeführt, die jedoch mit dem Branding von meinbus.de unterwegs sind.

Ein weiteres Beispiel ist http://www.deinbus.de/. Der Ursprung der Gründung war zwar nicht direkt die Liberalisierung des Fernbusmarktes aber das Monopol der Deutschen Bahn. Die Gründer suchten eine Gesetzteslücke und fanden diese. Sie bieten eine Art Busmitfahrservice an. Die Kunden suchen sich ein Ziel zu dem sie reisen möchten und es werden genügend Mitfahrer gesucht. Erst dann kann die Fahrt realisiert werden.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es bei der Unternehmensgründung durchaus wie oben beschrieben interessant sein kann, sich mit Gesetzen auseinanderzusetzen. Wie man sieht können daraus Ideen, die es sich lohnen zu realisiern, entstehen.

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2 comments

  1. Echt super interessanter Post Philipp!! Hatte zuvor garnicht gewusst, dass solch ein Monopol bestand. Werde diesbezüglich noch ein wenig recherchieren.. Sehr interessantes Thema!

  2. Sich bestehende Gesetzeslücken zu Nutze zu machen ist echt clever!

    Vor einigen Jahren ist das Copyright von “Think And Grow Rich” abgelaufen, einem der weltweit am meisten verkauften Bücher. Ein Internet-Marketer hat sich dies zu Nutze gemacht und das bestehende Buch einfach als E-Book verfasst. Wer die Wahl hat 10€ für ein Buch oder 1€ für ein E-Book auszugeben, entscheidet sich sicher für die zweite Variante.

    Anderes Beispiel.. am 3-Ländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich befindet sich ein Paketservice http://www.global-paketservice.de/, der Kunden aus Frankreich und der Schweiz eine deutsche Lieferadresse bietet. Die Versandgebühren nach Schweiz und Frankreich sind sehr hoch, die Pakete kommen daher noch in Deutschland an und so kann man eine Menge Porto sparen. Die Kunden, die grenznah wohnen, hole sich ihre Pakete dann einfach von der Paketfirma ab.

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