Die SWOT-Analyse in Alehnung an Sun Tzu

Was bedeutet die SWOT-Analyse und wo kann man sie anwenden?

Man kann sich wohl darüber einig sein, dass eine möglichst realistische Einschätzung der Ausgangssituation entscheidend für den Erfolg einer Strategie oder aller Strategien ist, und dass Enthusiasmus und emotionale Handlungen sehr gefährlich sein können. Diesen wohl bedachten Ausgangspunkt zu setzten gilt für alle auf die Zukunft gerichteten Vorhaben und wurde schon vor Jahrtausenden in verschieden Epochen sowie Kulturen durchgeführt. Ob Kriege, Eroberungen, Entdeckungsreisen bis hin zu politischen Feldzügen. Heute sieht man solche Aufstellungen der Ausgangssituation im Sport, Kampfsport oder in Organisationen oder Unternehmen.Heute hat eine Fehleinschätzung der Ausgangssituation wirtschaftlicher Unternehmungen  häufig besonders gravierende Folgen. Ein Konkurs bedeutet negative Auswirkungen auf Mitarbeiter, Kunden, Eigentümer, Lieferanten und etc. Genau deswegen wird die SWOT-Analyse in der Managementlehre thematisiert und wird zu einer Methode die weltweit am weitesten verbreitetet ist, denn sie hilft bei der Einschätzung der Ausgangssituation in der Praxis.

Eine kurze Übersicht zur Geschichte der SWOT-Analyse

Schaut man auf Autoren wie zum Beispiel Sun Tzu („Die Kunst des Krieges“) oder Machiavelli („Der Fürst“) finden man erste Hinweise auf die Entstehung der SWOT-Analyse. Jedoch lässt sich der genaue geschichtliche Ursprung der SWOT-Analyse nicht eindeutig klären. Einblicke in die moderne Fachliteratur verraten, dass die Entstehung der SWOT-Analyse verschiedenen Professoren der Stanford University und der Harvard Business School zugeschrieben wird. In Standford ist es Albert Humphrey und in Harvard Kenneth Andrews sowie Roland Christensen. Denn sie arbeiteten an der Strategischen Planung in den Jahren 1950//1960.

In vielen Fachliteraturen wird die SWOT-Analyse eher als Anwendung des sprichwörtlichen gesunden Menschverstandes beschrieben, deswegen ist der Ursprung und der Nachweis einer so zusagenden Urheberschaft doch recht schwierig. Das die SWOT-Analyse so bekannt geworden ist, dazu ist sicherlich auch Weihrich mit seiner Veröffentlichung aus dem Jahr 1982 Titel: „The TOWS Matrix – A Tool for Situational Analysis“, einen großen Teil beigetragen.Zu diesem Zeitpunkt war  Weihrich Professor für Management an der University of San Francisco.

 

Die Definition der SWOT-Analyse

SWOT als Abkürzung für Analysis of strengths, weakness, opportunities and threats und sie stellt die Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse dar, eine Positionierungsanalyse der eigenen Aktivitäten gegenüber dem Wettbewerb. Durch das ihr zugrunde liegende Arbeitsverfahren, werden die Ergebnisse der externen Unternehmens-Umfeld-Analyse in Form eines Chancen-Risiken-Katalogs zunächst zusammengestellt und dem Stärken-Schwächen-Profil der internen Unternehmensanalyse gegenübergestellt. Sie gilt als Konzept für einen systematische Unternehmensanalyse.

Stellt man diese Dimensionen in einer Matrix dar, werden ein große Anzahl an Maßnahmen sichtbar, zum Beispiel wie ein Unternehmen seine Mission verfolgen und umsetzen kann, und wie es aus seinen Stärken klare Wettbewerbsvorteile erarbeiten kann.

 

An dieser Stelle möchte ich nun auf den geschichtlichen Aspekt der SWOT-Analyse eingehen. Sun Tzu hatte ein sehr ähnliches Verständnis der Situationsanalyse, dass wir uns im folgenende Abschnitt anschauen.

Die Geschichte der SWOT-Analyse

Vor rund 500 Jahren vor Christi Geburt schrieb der chinesische General Sun Tzu für den damaligen Kaiser eine wissenschaftliche und gleichzeitig philosophische Abhandlung über

die Kunst des Krieges. Er gliederte seine Gedanken in 13 Kapitel und innerhalb dieser Kapitel stellte er jeweils zwischen 14 und 68 Thesen auf. Kurz und prägnant, schlüssig und gut nachvollziehbar.

Sun Tsu formulierte vor rund 2500 Jahren ein Grundlagenwerk über die Prinzipien des Erfolgs, “die Kunst des Krieges”. Zunächst entwickelte er sie aus einer militärischen Perspektive und führte sie auf drei Schlüsselfaktoren zurück: Wissen, Planung und Führung. Für jeden dieser Faktoren gibt Sun Tsu Beispiele, die man durchaus als moderne und praxisnahe Empfehlungen für ein dynamisches Management umsetzen kann, was natürlich einer kritischen Analyse und Ausdauer beim Lesen der Texte bedeutet.

Er sagte:

●“Wenn du den Feind kennst und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.“

●“Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.”

●“Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. „

Das von Sun Tzu aufgestellte Prinzip der SWOT-Analyse wird besonders häufig im Strategischen Management und im Marketing angewandt. Die Grundidee eine externe und eine interne Analyse zu kombinieren kann auf ihn zurück geführt werden.

Nach Robert Grant besteht eine erfolgreiche Strategie aus vier Komponenten:

1. Klare Ziele (Mission)

2. Profundes Verstehen des Wettbewerbsumfeldes zur Entdeckung von Chancen

3. Bewertung der eigenen Ressourcen bzw. Stärken und Schwächen

4. Effektive Umsetzung (konsequente Fokussierung von Stärken auf Chancen).

 

 

Die Anwendung der SWOT-Analyse

 

Anmerkung zur Anwendung:

Erfolgreiche Unternehmen haben für Mitarbeiter und die Gesellschaft eine klare Mission formuliert, die ihre Aufgabe und den Sinn der Existenz verdeutlicht.

Google: „to organize the world‘s information and make it universally accessible and useful“

Hier einige Beispiele für Unternehmensmissionen:
●Wir verkaufen Qualität zu günstigen Preisen.
●Wir machen mobil.
●Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause.
●Wir sind eine Bank, die zum Kunden kommt.
●Medikamente ohne Nebenwirkungen.
●Unsere Kunden wachsen schneller als der Wettbewerb.

Nach Abwägung der Risiken der SWOT-Analyse lassen sich realistische Chancen formulieren sowie Stärken, nach genauer Inspektion der Schwächen. Die Kombination aus Stärken und Chancen, ergeben mehrere Möglichkeiten zur Strategieauswahl für ein Unternehmen, aus denen sich genaue Ziele definieren lassen sowie messbar machen. Von diesem Ausgangspunkt aus, lassen sich Unterziele für die Bereiche Finanzen, Produktion, Personal, Marketing, Forschung und Entwicklung und noch weitere. All diese Vorgänge mit ihren einzelnen Prozessen muss man dann nur noch so organisieren, dass die Ziele auf ihrem ökonomischsten Weg erreicht werden. Die Erfolgskontrolle steht als Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen und muss nach jedem Schritt erfolgen.

Zur Erfolgskontrolle lassen sich Kennzahlen bedienen. Ein neues Mittel der Kontrolle ist die Balanced Scorecard. Allerdings hat sich ihre Effektivität noch nicht ganz bewiesen. Sie wird als ein ganzheitliches Kennzahlensystem zur Umsetzung der Unternehmensstratgie beschrieben. Dadurch ist sie primär als Steuerungsinstrument für die Unternehmensführung geeignet. Sie bietet Kennzahlen aus vier Perspektiven.

 

Finanzperspektive
(Wie sehen uns unsere Aktionäre?)
Kundenperspektive
(Wie sehen uns unsere Kunden?)
Prozessperspektive
(In welchen Prozessen müssen wir uns auszeichnen um Erfolg zu haben?)
Lern- und Innovationsperspektive
(Wie stärken wir unsere Fähigkeit, uns zu verändern und zu verbessern?)

 

 

Warum die Einführung von Kennzahlen?

Zu den strategischen Wettbewerbsfaktoren eines Unternehmens gehört die Versorgung des Unternehmens mit Informationen. Die für die eigene Geschäftstätigkeit relevanten
Informationen gilt es bedarfsgerecht zu beschaffen, aufzubereiten und zu verteilen,
um eine sichere Grundlage für die Unternehmensplanung und –kontrolle zu gewährleisten.
In diesem Prozess stellen Kennzahlen ein wichtiges Instrument da. Durch sie werden verdichtete Einzelinformationen zu einer Maßgröße und dadurch gelingt es, komplexe Sachverhalte in einer einzigen Zahl auszudrücken. Diese wichtige Funktion hat Kennzahlen als zentralen Bestandteil von Informationssystemen im Unternehmen einen festen Platz gegeben. Den Kennzahlen in Unternehmen muss eine viel größere Bedeutung auferlegt werden, denn sie können Aufsichts- und Betriebsräte dabei unterstützen, Kennzahlen zu Frühwarnindikatoren weiterzuentwickeln, um Veränderungsprozesse im Unternehmen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen die auf unternehmerischer Ebene eingegangen werden sicher zu beurteilen.

Sie dienen als:
– Basis für Entscheidungen von Problemerkennung
– Ermittlung von betrieblichen Stark- und Schwachstellen
– Informationsgewinnung
– zur Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich)
– zur Dokumentation und/oder zur Koordination (Verhaltenssteuerung) wichtiger Sachverhalte und Zusammenhänge im Unternehmen.

Welche Möglichkeiten bietet uns die SWOT-Analyse?

Aus vergangenen Analysen und Ereignissen kann man Schlüsse ziehen und seinen Blick in die Zukunft richten.

1. Förderung der internen Stärken:
●Finanzielle Ressourcen
●Personal
●Lokalität des Kundenstamms

2. Reduktion der internen Schwächen
●hohe Kosten
●fehlende Spezialkenntnisse ausbauen
●fehlende strategische Richtung klären

3. Nutzen der Externen Chancen
●Differenzierung
●Marktdurchdringung
●Produktentwicklung
●Durchdringung neuer Märkte

4. Begrenzung der Externen Risiken
●Neue Wettbewerber
●Neue Distributionskanäle
●Wandel von Kaufgewohnheiten frühzeitig erkennen

Vorher sollten Daten und Fakten der Umwelt, durch Marktforschung, gesammelt werden sowohl extern als auch intern, um alles Möglichkeiten auszuschöpfen.

Die Wettbewerbsanalyse
● Finanzen
●Lieferbedingungen
●Zahlungsbedingungen
●Strategie
●Produktqualität
●Servicequalität

Kundenanalyse
●Kaufentscheidungen
●Zielgruppen
●Einteilung in Segmente

Markt,- Umfeldanalyse
●Technologisches Umfeld
●Marktpotential
●Marktvolumen
●Politisches Umfeld
●Marktwachstum
●Marktanteile
●Marktattraktivität

Unternehmensanalyse und Produktanalyse
● Image
● Kundenloyalität
●Finanzierung
●Spezialkenntnisse
●Potentiale

Strategische Planung ist der Prozess, dem man folgt, um zur Strategie zu gelangen.
Verwendet man das schon auf Sun Tzu leistungsfähige System der Planung und Analyse, ist man durchaus in der Lage seine eigene Unternhemensstrategie zu entwickeln, durch aufgeklärte und leistungsfähige Möglichkeiten, die sich in diesem Prozess herauskristallisieren. Man wird sich neu und stark am Markt positionieren können.
Man könnte sagen, dass der Prozess eigentlich sehr einfach ist und doch wird er von vielen Unternehmern nicht erkannt. Stattdessen werden teure Berater herangezogen.

Sun Tzus Strategisches System besteht im Allgemeinen aus zwei Teilen.

1. Was ist strategische Positionierung ( Strategische Planung)
2. Wie kann man in eine gute Position gelangen (Strategie)

 

Dazu bedarf es seiner Meinung nach fünf Elementen
1. Der Mission
2. Dem Klima
3.Dem Boden
4.De Leitung/Führung
5. Der Methoden

Jedes dieser Elemente oder Schritte müssen bedacht und in jedem Prozess der strategischen Planung analysiert werden. Die Analyse bezieht sich dabei immer auf die Situation des Gegners. Man könnte sagen, dass eine Position für sich, nicht stark oder schwach ist, sondern nur auf die Position also den Vergleich des Wettbewerbers am Markt. Die fünf Elemente müssen also für das eigene Unternehmen wie auch für den Gegner in Betracht gezogen werden. Man könnte der heutigen SWOT-Analyse als Kritik zu schreiben, dass sie sich nur mit vier Positionen befasst (strenghts, weakness, opportunities, threats). Sie isoliert dabei den Wettbewerber. Was als Schwäche in der eigenen Organisation wahrgenommen werden kann, ist vielleicht nicht so schwach im Vergleich zu allen anderen Wettbewerbern auf dem Markt.Somit könnte es von Vorteil sein, wenn man den Gegner, die Position und die Situation mit in Betracht zieht.

Die fünf Elemente vor jeder Unternehmensausführung zu bedenken, könnte einen sicheren Weg zum Erfolg darstellen.

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7 comments

  1. Ich finde dein Artikel sehr gut. Eine SWOT Analyse ist für fast alle erfolgreiche Unternehmen zur Pflicht geworden. Zum Balance Scorecard gab’s aber in den letzten Jahren Kritik (siehe Tesco in GroßBritannien) – die Kennzahlen wurden eher aus finanzieller Sicht erstellt anstatt auch andere Einflussfaktoren wie z.B. das Engagement/Förderung der Mitarbeiter als Teil des BSCs zu intergrieren. Die Angst die Ziele des KPIs nicht zu erreichen nahm der Fokus ab von der eigentlich vorgesehene Arbeit. Diese Studie fand ich auch interessant zum Erfolg der strategischen Plansetzung 🙂 http://www.salesbusiness.de/Nachrichten/172/2166/Studie-Unternehmen-mit-Balanced-Scorecard-erfolgreicher.html

  2. Eine falsche Anwendung ist mE kein grund eine Methode an sich zu kritisieren…Ich finde die BSC (richtig gemacht) ein tolles Instrument, weil sie gerade nicht nur die Zahlen im Fokus hat. Ich bin im Aufsichtsrat eines Unternehmens, das mit der BSC arbeitet und bekomme einmal im Quartal den Soll-Ist Vergleich – es ist so einfach, damit das Unternehmen zu beurteilen.

  3. Wirklich beachtlich, wie du den Bogen von Sun Tzu auf heutige Instrumente zur Positionierung, wie der SWOT-Analyse gespannt hast. Super recherchiert, inhaltreich, aber dennoch im Aufbau leicht zu folgen.
    Ich schließe mich an, dass es bei Methoden natürlich auch immer auf die Umsetzung ankommt, denn das Wissen um solche Instrumente ist eigentlich leicht zugänglich. Demnach müsste es ja jeder richtig machen…?
    Doch hierzu eine interessante Variable, der Sun Tzu nicht wenig Beachtung schenkt:

    “Geschwindigkeit ist die Essenz des Krieges: Ergreife den Vorteil im Moment des Unvorbereitetseins deines Feindes. Gehe deinen Weg auf unerwarteten Routen und greife ungeschützte Plätze an.”
    (aus: “Die Kunst des Krieges” von Sun Tzu, Kapitel 11: Die neun unterschiedlichen Positionen)

    Hierbei spielt die Dimension “Zeit” eine entscheidende Rolle. Nutze die Schwäche des Feindes, um dich in deiner Strategie anders zu positionieren. Nach Sun Tzu’s Warnung, sollte man seine Schwächen also nicht vergessen, auch wenn es einem gerade gut geht. Denn alles agiert nach einem Zyklus. Nicht ungewöhnlich in der chinesischen Philosophie, die Betrachtung von Gegensätzen in einem Gesamtsystem, zum Beispiel die Yin- & Yang- Symbolik.
    In der Stärke befindet sich also immer etwas von der Schwäche & anders herum – alles im Kreislauf.
    Im Moment der Stärke ist es also unerlässlich daran zu arbeiten, das Auftauchen der Schwäche für die Zukunft zu verhindern oder weniger wahrscheinlich zu machen – also zu lernen diese Stärke auch zu nutzen. Sun Tzu warnt vor dem Leugnen einer Stimmung, denn dies führe zu deren Wiederauftreten. Nutzt man demnach seine Stärken nicht, so sind es auch Schwächen, da sie ungenutzt bleiben. Ein interessanter Gedanke, wie ich finde…
    Ich finde diese Stelle supassend

  4. julesproject · · Reply

    Hallo Juliane, vielen Dank für dein ausführliches Kommentar und deinen Bezug zu Sun Tzu. Das Kapitel 11 hatte ich so nicht gesehen und es bekommt für mich jetzt eine ganz andere Farbgebung!

    Außerdem ist dein Ansatzpunkt des Yin Yangs sehr interessant und ich finde deine Aussage
    „In der Stärke befindet sich also immer etwas von der Schwäche & anders herum – alles im Kreislauf.
    Im Moment der Stärke ist es also unerlässlich daran zu arbeiten, das Auftauchen der Schwäche für die Zukunft zu verhindern oder weniger wahrscheinlich zu machen – also zu lernen diese Stärke auch zu nutzen“, sehr spannend.

    Es gibt vier Grundprinzipien des Yin Yangs

    1. Die Komplementäre Polarisierung von Ying Yang
    2. Die genseitige bedingende Abhängigkeit von Ying Yang
    3. Die Gegenseitige Kontrolle von Ying Yang
    4. Die Transmutation von Ying Yang ineinander

    Diese vier Dinge könnte man evtl. auf wirtschaftliche Prozesse umlegen, auch wenn es sich bei Ying Yang auf eine medizinische und menschliche Sicht der Dinge handelt.

    Darüber hinaus hat mich dein Kommentar auf die Idee gebracht den nächsten Blogeintrag eventuell über Risikomanagement zu schreiben, dass auch in einem Kreislauf zu sehen ist und es deine Aussage von oben nochmal unterstützt „ Im Moment des der Stärke ist es also unerlässlich daran zu arbeiten, das Auftauchen der Schwäche für die Zukunft zu verhindern oder weniger wahrscheinlicher zu machen“.
    http://www.computerwoche.de/a/was-ein-it-risiko-manager-koennen-mus,1869126

    Vielleicht werde ich auch über den Führungskreislauf berichten, denn auch dieser existiert, wie sein Name schon verrät, kreislaufförmig und er hat das Ziel unternehmerische Entscheidungsprozesse
    zu strukturieren und auf eine systematische Basis zu heben. Dadurch werden
    Entscheidungen fundierter und es entsteht ein Lernprozess auf Grund der
    Erfahrung.

  5. Gern, Julia 🙂 Noch interessanter sehe ich jetzt wiederum das Yin & Yang, denn es lässt sich eigentlich super auf so viele Situationen,Prozesse & Persönlichkeiten anwenden.
    Dein Argument, regt zum Denken an:
    ,,Diese vier Dinge könnte man evtl. auf wirtschaftliche Prozesse umlegen, auch wenn es sich bei Ying Yang auf eine medizinische und menschliche Sicht der Dinge handelt.”

    Ich denke auch, dass gerade die menschliche Sicht der Dinge & das daraus resultierende handeln sich immens auf wirtschaftliche Prozesse auswirkt. Sei es im Marketing, wo man versucht Konsumentenverhalten vorherzusagen & deren psychologischen Handlungsmotive und -reize zu ergründen oder in der Mikroökonomie die Nachfragekurve vorherzusagen, denn letztlich steht der Konsument (B2B oder B2C), welcher überzeugt werden will, mit der “Value Proposition” im Fokus. Es gibt natürlich noch viel mehr Bereiche, ich fand sogar einen Master Studiengang mit einem interessanten Fokus: Wirtschaft, Psychologie & Management:
    ,,Wirtschaft wird von Menschen gemacht. Deshalb kann niemand wirtschaftliche Prozesse verstehen, der keinen Einblick in die menschliche Wahrnehmung, die Triebkräfte und Motive menschlichen Handelns gewinnt.
    Die Analyse der Arbeit von Personen in leitenden Funktionen zeigt, dass in diesen Berufen vor allem Kompetenzen in zwei Bereichen notwendig sind: Im Bereich der Entscheidungsfindung und im Bereich des Umgangs mit Menschen. Die Entscheidungsfindung umfasst auch das systematische Sammeln und Bewerten von Informationen. Der Umgang mit Menschen umfasst die Fähigkeit, andere zu coachen und zu entwickeln, Konflikte zu lösen, Verhandlungen zu führen und Teams zu schaffen und zu entwickeln. Neben diesen Kernkompetenzen ist es für den Berufserfolg ebenfalls wichtig, Strategien und Innovationen zu entwickeln und einführen zu können.”
    (http://www.uni-kassel.de/uni/studium/studienangebot/studiengangsseiten/weiterfuehrende-studiengaenge/m-wipsy.html)

    Freue mich schon auf deinen nächsten post!!!

  6. julesproject · · Reply

    Danke Juliane für deinen informativen Kommentar und den Einblick in ein fantastisches Masterprogramm. Ich möchte an dieser Stell deinen Aussage „Wirtschaft wird von Menschen gemacht. Deshalb kann niemand wirtschaftliche Prozesse verstehen, der keinen Einblick in die menschliche Wahrnehmung, die Triebkräfte und Motive menschlichen Handelns gewinnt“ als Aushang meiner Antwort nehmen. Schauen wir auf den Bereich der Managementlehre, wird sie wie folgt definiert:

    „Die Managementlehre untersucht alle Vorgänge, die mit der Führung von Organisationen zusammenhängen und ist damit eine Lehre von der Gestaltung, Lenkung und Entwicklung zweckorientierter sozialer Systeme.“

    Die Arbeit von Personen in leitenden Funktionen bedeutet nicht nur Kompetenzen in den Bereichen der Entscheidungsfindung und organisatorischer Leistung zu besitzen, sondern auch im Bereich des Umgangs mit Menschen also der sozialen Kompetenz.

    Dies bedeutet allerdings nicht nur Menschenkenntnis und Einfühlvermögen zu besitzen, sondern auch die Umsetzung dieser Erkenntnisse in ein Programm Menschen in einem Unternehmen zu leiten.

    Auch Sun Tzu war der Meinung, dass das „Erkennen“ der Mitarbeiter (Krieger) eine große Rolle zum Erfolg darstellt.

    Das Personal
    (Über die Aufstellung des Heeres)
    Er beschrieb das Ganze in der Aufstellung des Heeres.

    Es sollte natürlich versucht werden aus den Mitarbeitern eines Unternehmens jeweils das beste Team zusammen zu stellen.

    Dies kann meiner Meinung nach nur erfolgen, wenn man seine Mitarbeiter versteht, lenken kann, motivieren kann und in der Lage ist ein gut laufendes soziales System innerhalb eines Unternehmens aufzubauen

    Alle Mitarbeiter müssen vollkommen überzeugt sein von

    • sich selbst
    • den Produkten
    • den Dienstleistungen
    • dem Glauben an den Erfolg und das Unternehmen
    • dem Vertrauen den Arbeitskollegen und den Vorgesetzten gegenüber

    Auch unter hohem Zeitdruck müssen die Mitarbeiter Erfolge leisten.
    Die Konkurrenz wird die Schwächen ausnutzen wenn:

    • die Kreativität entschwindet
    • das Engagement verloren geht
    • der Enthusiasmus auf Abwegen ist
    • die Motivation nachlässt

    Um dies zu gewährleisten muss den Mitarbeitern Vertrauen geschenkt werden und Aufgaben delegiert werden.

    Nach Sun Tzu sollte eine Belohnung folgen.
    Um die Angestellten und Mitarbeiter zu motivieren und ihre Kreativität zu fördern, muss ihnen bei klar definierten Zielen eine entsprechende Belohnung in Aussicht gestellt werden. Dies kann kollektiv oder individuell erfolgen.

    Es wird immer heiß diskutiert, ob man „Management“ lernen kann.
    Ich denke, man muss schon in der Kindheit und im ganzen Lebenslauf spezielle Dinge und soziale Kontakte mit auf den Weg bekommen haben und ich denke nicht, dass man Management mit 30 einfach durch Fortbildungen lernen kann. Ich möchte an dieser Stelle nicht beschreiben, was einen guten Manager ausmacht oder wie der Weg dorthin laufen könnte……denn das haben wir doch in einigen Seminaren höchst lange diskutiert.

    Umso interessanter finde ich deinen Link zu diesem Masterprogramm.
    Jemand der sich für diesen Studiengang entscheidet, hat definitiv schon etwas mit auf den Weg bekommen, was einen guten Manager ausmacht. Das Interesse an menschlicher Wahrnehmung.

    Ich habe mich genau aus diesen Gründen für meinen Studienschwerpunkt „Personal und Organisation“ entschieden. Auch da ich vorher ja im therapeutischen Bereich gearbeitet habe und aufgrund meines Berufes, immer mit direktem menschlichen Kontakten zu tun hatte. Menschen denken, fühlen und handeln oft in unerklärlichen Bahnen.

    Leider höre ich an unserer FH von vielen Kommilitonen immer und immer wieder, dass man diesen Schwerpunkt ja nur wählt, da man einen leichten Bachelor machen möchte und auf leichte gute Noten aus ist. Dieser Bereich wird oft belächelt, jedoch finde ich, dass gerade in Unternehmen die sozialen Aspekte eine große Rolle spielen, um wirtschaftliche erfolgreiche Prozesse in Unternehmen herbei zu führen.

  7. Sehr ausführlicher und interessanter Post. Finde deinen Aufbau und Struktur sehr gelungen. Trotz der ausführlichen Theorie, fehlte mir ein Beispiel aus der Praxis( oder auch weiterführender Link), um das ganze noch greifbarer zu machen. Trotz alle dem allem in allem top! Chapeau!!

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