Sun Tzu – Die Kunst des Krieges

Vor rund 500 Jahren vor Christi Geburt schrieb der chinesische
General Sun Tzu für den damaligen Kaiser eine wissenschaftliche
und gleichzeitig philosophische Abhandlung über
die Kunst des Krieges. Er gliederte seine Gedanken in
13 Kapitel und innerhalb dieser Kapitel stellte er jeweils
zwischen 14 und 68 Thesen auf. Kurz und prägnant, schlüssig und gut nachvollziehbar.

Auch wenn fast nichts über das Leben des Generals Sun Tsu bekannt ist, steht jedoch eins fest, dass der Mann, der seine Gedanken und Erkenntnisse auf Bambusstäbe niedergeschriebenhat, kein Freund des Krieges war. Parallel war er sich jedoch der Unvermeidlichkeit des Krieges bewusst.

Daraus folgerte er: „ Wenn Staaten Kriege führen

müssen, dann sollten sie dies so gut wie möglich tun.

Alles unter den Prämissen:“Bewahre das Leben, und zwar so

häufig wie möglich denn der der Tod ist unumkehrbar. „Und:

Zerstöre nichts, was du nicht auch für dich gewinnen

könntest.“

Die asiatische Kriegsführung wurde

über Jahrhunderte hinweg von Sun Tzus Thesen geführt. Im 20. Jahrhundert

schwappten dann diese Gedanken und Weisheiten auch auf den Westen über.

Sun Tsu formulierte vor rund 2500 Jahren ein Grundlagenwerk über die Prinzipien des Erfolgs, “die Kunst des Krieges”. Zunächst entwickelte er sie aus einer militärischen Perspektive und führte sie auf drei Schlüsselfaktoren zurück: Wissen, Planung und Führung. Für jeden dieser Faktoren gibt Sun Tsu Beispiele, die man durchaus als moderne und praxisnahe Empfehlungen für ein dynamisches  Management umsetzen kann, was natürlich einer kritischen Analyse und Ausdauer beim Lesen der Texte bedeutet.

Was ich aus diesem Buch mitnehmen konnte, ist der persönliche Sieg, den man als oberstes Ziel setzt und das durch die Überwindung aller, die diesem im Wege stehen. Allerdings und idealer Weise sollte dies aber ohne Krieg realisiert werden.

Die Schriften des Sun Tzus kann man, wenn man sie in die jetzige Business-Welt überträgt als vielseitig, geistreich und doch sehr praxisnah beschreiben.

Ein Buch für die „Schlachten des Alltags“ in der Geschäftswelt.

Wie alles begann

Über die Lehre der Anweisungen
Teil 1.

Teil 2.

Es gibt noch weitere fortlaufende Filme auf You Tube.
Dies sollte nur ein kurzer Einblick zur Einstimmung sein, für alle die, die das Buch nicht gelesen haben.

 

Die Kunst der Strategie

Übertragen wir hier nun das Wissen und die Lehre des Sun Tzu hier nun auf die Definition der Unternehmensstrategie

Oft wird gesagt, das Management eine Kunst darstellt. Erfolgreiche Führungspersonen sind doch meist kreative, flexible und schnelle Köpfe. Für das Erstellen und Umsetzen einer Strategie sind diese oben genannten Gaben schon mal ein guter Ausgangspunkt zur Strategieumsetzung. Nun müssen wir uns die Frage stellen, “Was ist eine Strategie?” Erklären wir dies an dieser Stelle nicht mit den herkömmlichen Definitionen, sondern schauen wir uns das Wissen des Sun Tzus aus seiner Schrift ‘Die Kunst der Kriegsführung’ an. Denn Sun Tzu war ein Meister der Strategie.

Eine Strategie zu erstellen ist ein langwieriger Prozess der sehr viel Wissen verlangt. Jeder muss für sich und sein Unternehmen eine Strategie entwickeln und dies Situationsbedingt.  Strategien lassen sich nicht nach vorgeschrieben Lektüren ableiten und es gibt viele Bücher dieser Art, die Strategiemethoden aufzeichnen und den besten Weg empfehlen. Aus Sun Tzu’s militärischer Strategie abgeleitet, lassen sich verschiedene Prinzipien herleiten und auf ein Unternehmen übertragen:

  • Man sollte Prioritäten setzten, um Konflikte zu vermeiden
  • Nicht zu hoch sollten die Ziele gesteckt sein, sondern man solle einfache, erzielbare Ergebnisse definieren
  • Einen alleiniger Verantwortlicher sollte für jedes Ergebnis festgesetzt werden
  • Anstatt nur zu reagieren sollte die Initiative ergriffen werden
  • Flexibilität sollte bewahrt werden, um auf Änderungen angemessen reagieren zu können
  • Klare und verständliche Kommunikation als Hauptfaktor um Informationsrisiken zu vermeiden.

Eine gute Strategie ist nicht abhängig von festen und starren Analysen und sie soll und kann nicht die Zukunft vorhersagen. Eine Strategie muss trotz aller festen Grundsätze flexibel bleiben und sich den aktuellen Bedingungen anpassen. Allzu oft verlassen sich die Unternehmen auf Analysen und Prozesse und sind dann nicht in der Lage auf aufkommende Probleme oder Veränderungen auf dem Markt reagieren zu können. Es bedarf hoher Dynamik und Eigenständigkeit in den Führungspositionen so wie der Delegation von Aufgabenkomplexen, was oft nur in flachen Hierarchien zu realisieren ist , da hier jede Ebene unabhängig ihre Ziele verfolgen kann.

Sun Tzu beschrieb diesen Zusatnd wie folgt: “Wenn Menschen wohlwollend, gerecht, und aufrichtig behandelt werden, und man Ihnen dabei Vertrauen zeigt, dann wird die Armee einstimmig den Generälen folgen.” Delegation an Mitarbeiter/Personal also ihre Ermächtigung  verschafft den Führungspositionen Vertrauen. Eine transparente Unternehmensstrategie und Unternehmenskultur ist hier von Vorteil, um diesen Zustand der Vertrautheit zu ermöglichen.

Voraussetzung der erfolgreichen Umsetzung der Strategie ist also die Transparenz im Unternehmen, diese transparente Unternehmensstrategie ist nicht ohne Unternehmensarchitektur zu realisieren. Hier ist kein Standard gefragt und keine vorgeschriebenen Floskeln aus irgendwelchen Management Lektüren, hier muss jedes Unternehmen mit seiner eigenen Architekturdefinition beginnen. Man kann nicht auf vorgefertigt und definierte Strategie zurück greifen denn sie wären nur fliegende Worte ohne Vernetzung zu den konkreten eigenen Zielen.

Schauen wir uns jetzt noch einmal drei von den oben genannten Bereichen genauer an und versuchen wir sie zu interpretieren nach Sun Tzu.

1. Die Strategie
2. Das Personal
3.Die Dynamik und Flexibilität

    Die Strategie
(Militärische Strategien umformuliert auf ein Unternhemen)

Eine ideale Strategie nach Sun Tzu:

  1. Durch Innovationen der Produkte und/oder Dienstleistungen die Konkurrenz im Schatten stehen lassen.
  2. Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen sollte wohl bedacht werden um es zu verbessern und im ideal Fall neu innovative neue Produkte zu entwickeln
  3. Marketing durch Effizienz geprägt und Zielgruppenorientiert→Beherrsche dein Unternehmen, deine Organisation und deinen Markt und bewahre ihn vor dem Ruin
  • Erobere den Kundenkreis der Konkurrenz
  • Schaffe und bewahre Arbeitsplätze und vernichte sie nicht
  • Immer Lupenrein bleiben und nicht das Image der Konkurrenz zerstören. Besser  ähnliche Wege gehen aber seinen eigenen Stil entwickeln.

→ Nur wenn man den Kunden, die Konkurrenz und sein eigenes Unternehmen kennt wird man in der Lage sein Erfolge zu maximieren Misserfolge zu minimieren.

 

Das Personal
(Über die Aufstellung des Heeres)

Es sollte natürlich versucht werden aus den  Mitarbeitern eines Unternehmens jeweils das beste Team zusammen zu stellen.

Alle Mitarbeiter müssen vollkommen überzeugt sein von

  • sich selbst
  • den Produkten
  • den Dienstleistungen
  • dem Glauben an den Erfolg und das Unternehmen
  • dem Vertrauen den Arbeitskollegen und den Vorgesetzten gegenüber

Auch unter hohem Zeitdruck müssen die Mitarbeiter Erfolge leisten.
Die Konkurrenz wird die Schwächen ausnutzen wenn:

  • die Kreativität entschwindet
  • das Engagement verloren geht
  • der Enthusiasmus auf Abwegen ist
  • die Motivation nachlässt

Um dies zu gewährleisten muss den Mitarbeitern Vertrauen geschenkt werden und Aufgaben delegiert werden.

Es sollte eine Belohnung folgen.

Um die Angestellten und Mitarbeiter zu motivieren und ihre Kreativität zu fördern, muss ihnen bei klar definierten Zielen eine entsprechende Belohnung in Aussicht gestellt werden. Dies kann kollektiv oder individuell erfolgen.

Die Flexibilität und Dynamik
(Taktische Varianten)

  1. Der Kontakt zu Verbündeten ist sehr wichtig
  2. Wenn man zum Handeln gezwungen worden ist, ist es wichtig den Zeitpunkt selbst festzulegen, um die meisten Vorteile zu bekommen
  3. Man sollte die den Gewinn Berücksichtigen sowie auch die möglichen Verluste.
    ●Bei Gewinnmöglichkeiten sollte natürlich der maximale Profit anvisiert werden
    ●Bei Verlustmöglichkeiten sollte man schnellst möglichst und flexibel situationsbedingt in der Lage sein, Pläne zu schmieden um aufkommende Probleme in Grenzen zu halten


Sun Tzu fasst unter diesem Punkt 5 Charakterschwachpunkte zusammen, die es zu vermeiden gilt!

  1. Leichtsinn →Es sollte die Verschwendung von Ressourcen vermieden werden
  2. Unentschlossenheit →Übernahme feindlicher Ressourcen
  3. Emotionen sollten im Griff gehalten werden →Vorschnelles und unüberlegtes Handeln sollte vermieden werden und durch sicheres und gut bedachtes  Handeln ersetzt werden→ Zögerliche Entscheidungen sollten vermieden werden
  4. Arroganz sowie die Konkurrenz durch Schmeicheleien in die Irre zu führen sollte vermieden werden
  5. Prestigeversessenheit

Dies waren jetzt nur Ausschnitte der Lehren des Sun Tzu und Interpretationsansätze oder vielmehr Versuche. Man könnte jeden Unternehmensbereich weiter unter die Lupe nehmen und das Wissen des Sun Tzus darauf übertragen. Sei es auf den Bereich Konkurrenz, Planung, Kontrolle, Positionierung und etc..Vielleicht seht ihr viele Punkte anders oder habt noch Ideen um meine Gedanken zu vervollständigen. Gerne könnt ihr diese Liste erweitern und selbst ein paar Interpretationsversuche starten.

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One comment

  1. Ein wirklich gelungener Post (wie immer)! 😀 Ich finde die Ansätze von Sun Tzu besonders den Absatz “Die Flexibilität und Dynamik (Taktische Varianten)” sehr wichtig besonders im Bereich vom Strategic Management.

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