Das unaufhaltsame Sterben der klassischen Zeitungen

Wo werden wir in Zukunft unsere Nachrichten beziehen? Werden diese unabhängig sein? Wen reizt heute noch ein Job als Journalist wenn die klassischen Zeitungen langsam aufhören zu existieren.

Finanical Times Deutschland hat ihren Dienst eingestellt ww.ruhrnachrichten.de/nachrichten/wirtschaft/ueberblick/Financial-Times-Deutschland-endgueltig-eingestellt;art318,1833198

Frankfurter Rundschau ist insolvent http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/wirtschaft/ueberblick/-Frankfurter-Rundschau-vor-dem-Ende;art318,1823273

DAPD ist pleite http://www.berliner-zeitung.de/medien/dapd-pleite-dapd–ende-der-expansion,10809188,20157066.html

Nürnberger Abendzeitung macht zu http://www.taz.de/!102555/

Laut Arbeitsagentur wurden seit der Gründung der Bundesrepublik noch nie so viele Journalisten arbeitslos http://www.n-tv.de/wirtschaft/Entlassungswelle-ebbt-nicht-ab-article9660841.html

Die Zukunft der Nachrichten liegt zur Zeit im Internet, allerdings besteht dort ein Überangebot an Informationen. Wer würde für Informationen Geld bezahlen, wenn er diese woanderes kostenlos bekommt? Als das mobile Internet noch nicht so schnell und nicht flächendeckend verfügbar war, gab es kostenpflichtige Programme die zu einem vorausgewählten Thema die Nachrichten von vielen Anbietern gesammelt und offline zur Verfügung gestellt haben. Obwohl es kein Bedarf mehr an “offline” Nachrichten gibt, sieht es so aus, als ob die Zukunft dieses Marktes in personalisierten Nachrichten liegt. Vermutlich nicht in einer gedrückten Form aber auf einem mobilen Gerät wie z.b. Smartphone werden die Nachrichten personalisiert für jeden Geschmack aufbereitet und zusammen gestellt – in dieser Art ist es schon heute, allerdings auch meistens kostenlos, verfügbar.

 

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6 comments

  1. Ilya dein Post spricht ein brandaktuelles Thema an.
    Ich finde es super, dass du ganz sachlich die Situation beschreibst und dann dem Leser die Zukunftsperspektive aufzeigst.
    Dass so viele klassische Tageszeitungen insolvent gehen ist ohne Frage tragisch. Fast alle informieren sich im Internet über die Nachrichten. Und wie du schon schreibst, gibt es Onlinelösungen für die es sich lohnen würde zu zahlen. Doch verkauft sich so ein Produkt nur solange bis es jemand kostenlos anbietet.
    Bei Messenger- oder Musiksdienstleistungen kann man solch ein Abwandern der User von kostenpflichtigen zu kostenlosen Anbietern beispielsweise beobachten. Das Geschäft mit Tageszeitungen ist aber sehr sensibel und es wäre fatal wenn die journalistische Qualität darunter leidet.

  2. Es st echt erschreckend zu sehen, dass nicht die kleinen Zeitungen verschwinden, sondern die großen. Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass die Finacial Times Deutschland ihren Dienst einstellt….

  3. Vielleicht hat jemand eine Idee für ein Startup in diesem Bereich? 🙂

  4. julesproject · · Reply

    “Das Überleben ist der Erfolg”

    Hallo Ilya, nur falls du das mit dem Gedanken des Online-Startups in die Tat umsetzten möchtest ;-), denn Online-Zeitungs-Startups bleibt es schwer, auf ihrem Gebiet Fuß zu fassen, das belegt eine Studie des European Journalism Observatory unter dem Titel “Survival is Success”. Ejo-online http://de.ejo-online.eu/6613/neue-medien-web-2-0/erfolg-ist-wenn-man-uberlebt berichtet über Wissenschaftler der Universität Oxford, die je drei unabhängige Online-Medien aus Frankreich, Deutschland und Italien untersucht haben. Aus Deutschland wurden die sogenannten „Perlentaucher“ analysiert und die „The European und Netzeitung“ analysiert.
    Ich fand das Ergebnis sehr interessant den es besagt, Netzzeitung gibt es gar nicht mehr, The European kämpft um das Überleben und nur der Perlentaucher erzielt laut Studie Gewinne. Mediapart aus Frankreich, zeigt allerdings auch noch Gewinne an, jedoch hat es den Anschein, dass alle anderen den Durchbruch noch nicht geschafft haben oder schaffen werden. Das Thema Nische im Online Bereich ist mit dieser Studie etwas ins Wanken geraten denn es bedarf anscheinend eines Bezahlungsmodells, um in der Online Welt zu bestehen.
    Somit muss um das Überleben zu sichern ein kostenpflichtiges Angebot online gestellt werden und somit alles in einem Bezahlungsmodell eingebettet werden. Deswegen müssen Mediapart-Nutzer genauso zahlen wie New York Times-Leser.

    Und an dieser Stelle noch ein weiterer negativ Bericht der Online Medien
    http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-12/murdoch-daily-eingestellt.

    Herr Murdoch macht sein Projekt „The Daily“ dicht. Zeit Online betitelt es wie folgt:“Neuen Journalismus in einer neuen Zeit sollte die iPad-Zeitung “The Daily” machen. Nun wird sie eingestellt. Murdoch baut seinen Konzern um und beendet auch das Projekt.“
    Ich stimme deinem Artikel zu, dass so viele klassische Tageszeitungen insolvent gehen und das online Medium mehr und mehr genutzt wird. Allerdings es gibt auch nicht so erfolgreiche Beispiele auf diesem Sektor und dieser Bereich muss auch noch weiter ausgebaut werden um wirklich am Markt über lange Zeit zu existieren.
    Außerdem sehnen sich viele schon nach dem knittern und rauschen ihrer klassische Zeitung am Frühstückstisch zurück 

  5. Ilya auch ich finde das Aufgreifen dieser Thematik interessant und aktuell. Nur denke ich, dass das noch genauer zu beleuchten ist. Die großen klassischen Zeitungen existieren durchaus noch und auch erfolgreich. Die Frage die sich aus meiner Sicht stellt ist, ob der klassische Print zukunftsweisend ist. Zeitungen wie die SZ oder auch Die Zeit haben ein gutes Online Angebot.

  6. Sehr gutes Thema und erschreckend zugleich. Sehr schade, dass das traditionelle Printmedium langsam aber sicher an Bedeutung verliert.
    Auch sehr problematisch ist die Situation der Kleinen Zeitungen und Zeitschriften – ob sie den Wandel problemlos überleben werden ist abzuwarten.

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