The Obsession of Entrepreneurship

Was macht einen Entrepreneur aus?

Anita Roddick, die Gründerin von “The Body Shop” beschreibt es so:

“Dysfunction is the essence of entrepreneurship. I’ve had dozens of requests from places like Harvard and Yale to talk about the subject. It makes me laugh that ivy leaguers are so keen to “learn” how to be entrepreneurs, because I’m not convinced it’s a subject you can teach. I mean, how do you teach obsession? Because it is obsession that drives the entrepreneur’s commitment to a vision of something new. Potential entrepreneurs are outsiders. They are people who imagine things as they might be, not as they are, and have the drive to change the world around them. Those are skills that business schools do not teach.”

Sie glaubte, dass die Zutaten einen Entrepreneur zu erschaffen, Leidenschaft und eine Vision sind.

Aber es ist noch mehr, fast etwas spirituelles, das existiert, woraus die wirklich leidenschaftliche Vision entsteht.

Richard Branson, von Virgin fame beschreibt diesen Zustand mit folgenende Worten: “Above all, you want to create something you are proud of. I can honestly say that I have never gone into any business purely to make money. I’ve had to create companies that I believe in 100%. These are companies I feel will make a genuine difference.”

Welcher Mittel bedarf es also ein guter Entrepreneur zu sein?

1. Vision: Jede erfolgreiche Unternehmung beginnt mit einer Vision. Jemand hat eine Idee, einen Traum und beginnt die Anfänge eines Plans zu erarbeiten. Vielleicht wird man auch eher durch Zufall in die Position einer Unternehmensgründung katapultiert, wenn man merkt, dass man im Besitz von etwas großem ist, von etwas mit Potential.

2. Ein Ziel // Eine Bestimmung: Man möchte etwas Bedeutendes kreieren, etwas das einen antreibt und motiviert, Leidenschaft und Vision weiter auszuleben. Man möchte ein Unternehmen begründen, das Einfluss hat und auf dem man aufbauen kann. Für jeden einzelnen Entrepreneur bedeutet dies, ein jeweiligen individuellen Wunsch nach Zufriedenheit, mit sich und seinem Unternehmen. Guy Kawasaki beschreibt diesen Zustand in seinem Buch “The Art of the Start” wie folgt: “that entrepreneurs strive to create meaning, which will become the driving motivational force behind their ventures, for one of three reasons: 1) to increase the quality of life and to change people’s lives for the better; 2) to right a terrible wrong, which is usually the case in the realm of “social entrepreneurship”; or 3) to prevent the end of something good that will require an innovative approach to be possible.”

3. Leidenschaft: Ein Seelenzustand, der es einem ermöglicht durch starke Antriebskräfte, seine Idee zu verfolgen. Leidenschaft, die für andere offensichtlich wird und eine ansteckende Wirkung hat.

Anita Roddick

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war einer dieser Entrepreneure, die mit Leidenschaft und Vision ihr Unternehmen „The Body Shop“ voran trieb. Sie kreierte ein erfolgreiches Konzept durch nachhaltiges Unternehmertum und initiierte Nachhaltigkeitsinnovationen, die sie erfolgreich umsetzte und die neben dem Profitziel soziale und ökologische Ziele verfolgte. The Body Shop wurde 1976 von Anita Roddick gegründet. Der Firmensitz liegt in England. Anita Roddick verstarb im September 2007.

The Body Shop // Die etwas andere Erfolgsstory,
die zeigt, das Engagement und Ethik wichtige Elemente im Wirtschaftsleben darstellen.

Die Geschichte des Body Shop Konzerns zeigt den Wirtschaftssektor mal von einer anderen Seite, eher einfühlsam menschlich und ist daher sehr spannend und originell zu betrachten. Anscheinend kann man auch auf diesem Weg eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte schreiben. Die Geschichte lebt von ihrer charismatischen Gründerin, die ihre Schwerpunkte auf das soziale und ethische Wirtschaften legt.

Natürlich hatte auch diese Erfolgsgeschichte ihre Turbulenzen und deswegen erwähnt Anita Roddick in ihrem Buch „The Body Shop“ auch die Probleme, die es bei dem Aufbau der Kette gab. An vielen Stellen fehlt darüber hinaus in dieser Gründungsgeschichte auch die harte pragmatische Seite des Alltags.

Die Produktlinie von The Body Shop  basiert nach eigenen Angaben auf sechs ethischen Säulen, die im gesamten Unternehmen befolgt werden.

  • 1. Tierschutz: The Body Shop lehnt Tierversuche jeglicher Art ab. Das Unternehmen ist der Meinung, dass ein Missbrauch von Tieren nicht notwendig ist. The Body Shop verzichtet nicht nur auf Tierversuche, sondern setzt sich auch aktive gegen diese ein.
  • 2. Fairer Handel: Der Langzeitbeziehungen aufbauen soll. The Body Shop hat langfristige Kooperationsprogramme mit Farmern, die für Unternehmen hochwertige Inhaltstoffe abbauen. Durch faire Einkaufspreise werden alle Händler von The Bodyshop regelmäßig bezahlt und haben so ein gesichertes Einkommen. So ist The Body Shop das erste Kosmetikunternehmen weltweit, welches nachhaltiges Palmöl eingeführt hat.
  • 3. Selbstachtung: Das Unternehmen sagt, dass jede Person schön ist und hierauf stolz sein sollte. Es geht nicht um unerreichbare Schönheitsideale und unwirkliche Versprechen, sondern um die Schönheit des Einzelnen. The Body Shop möchte so die Selbstachtung und das Selbstbewusstsein jedes Einzelnen stärken, unabhängig ob Kunde oder Mitarbeiter.
  • 4. Menschenrechte: Den Schutz der Menschenrechte fokussiert The Body Shop ebenfalls in seinen Richtlinien. Realisiert wird dies durch die Unterstützung verschiedener Initiativen.
  • 5. Umweltschutz: Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen der Erde hat ebenfalls einen hohen Stellenwert im Unternehmen. The Body Shop Schweiz war das erste CO2-neutrale Unternehmen in der Schweiz. Alle Verpackungen sind zu 100%recycelbar und alle Plastiktüten wurden 2008 durch 100% recycelbare Papiertüten ersetzt. Dies sind nur ein zwei Beispiele, wie das Unternehmen die Umwelt nachhaltig schützt.
  • 6. Kinderhandel: The Body Shop unterstützt verschieden Projekte gegen den Kinderhandel.

Wirtschaftliches Handeln inspiriert durch die Natur

„The Body Shop“ als Beispiel für politischen Aktivismus, da ein Großteil der Gewinne  in politische Kampagnen gesteckt wurde.

Einen spannenden Einblick zur Person und zum Unternehmen liefert dieses Video.
Es zeigt eine energiegeladen Frau voller Ideen und Willenskraft. Ihre unglaublich positive und herzliche Persönlichkeit, wird auf die Spitze getrieben.
Ihr Lächeln und ihr Enthusiasmus stecken an!

Schau hier ein Video über die Body Shop Story und Anita Roddicks Leben.

Gesellschaftliche Grenzen werden verschoben und daraus kann mit Herz und Seele Gewinne machen
Immer wieder hat sie Mitarbeiter und Franchiser zu sich nach Haus eingeladen, wo sie über die Taktik der Firma sprach und vermittelte eine warme Atmosphäre. Sie selbst sagte: „ Man muss das Herz mit in die Arbeit bringen.“

Im Video wird der Verlauf des Fairen Handels verdeutlicht. 10 Dörfer im Norden Gahnas wurden ab 1992 in den Handel einbezogen. Die Body Shop Produkte werden auf pflanzlicher Basis produziert, die die Dorfbewohner geliefert haben. Anita Roddick zeigt den Dorfbewohnern die Endprodukte ihrer Arbeit aus dem reichen Norden. Auch sollten alle ihrer Zulieferer aus der dritten Welt von ihrem Handel profitieren. Faire Einkaufspreise, statt Hungerlöhne, langfristige Verträge statt schnelle Geschäfte, waren Anita Roddicks Ziele. Hilfe durch Handel, lautet hierbei ihr Plan. Der Faire Handel mit Dorfgemeinschaften in aller Welt war für die Managerin das wichtigste Unternhemensziel überhaupt. Der Globalisierung wollte sie ihre Auffassung von Welthandel entgegen stellen.Durch Gewinne wurde unter anderem ein Entwicklungsfond bereitgestellt, von dem alle Dorfbewohner gleichermaßen profitieren.

Tropfen gegen die Ausbeutung der der Dritten Welt
Sie selbst sagt zu ihrer Arbeit: „Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, solange es kein verbindliches Internationales Handelsabkommen gibt. oder einen Verhaltenskodex, so lange bleibt der Faire Handel ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber Gott sei Dank ist ein Tropfen … besser als nichts.”

Gearbeitet wird mit über 5000 Bauernfamilien. Dazu kommen tausende, die von den Bildungsprojekten profitieren.

Es funktioniert und es ist gerecht. Was man mit einem Projekt alles hervorbringen kann, die Reinigung von Wasser, Wohnunterkünfte, Gesundheit, eine Klinik gegen AIDS, Kinder Krippen und Schulen.

“Es macht sie glücklich zu sehen, wie die Kinder Essen erhalten, es macht sie glücklich, wenn sie den Frauen ihre Produkte zeige”. „Ich wüsste nichts anderes im Leben einer Geschäftsfrau, was der Arbeit mehr Sinn geben kann, so Anita Roddick.“Weder reich sein noch Macht haben, kann das vollbringen. Wärme und Menschlichkeit, stehen hier im Mittelpunkt.“

Wirtschaftlicher Erfolg muss nicht auf Kosten der Mitarbeiter, der Dritten Welt oder der Umwelt gehen

Die Betrachtung dieser Person und ihres Unternehmens hat mir folgende Punkte mit auf den Weg gegeben:
1.Das Engagement und Ethik wichtige Elemente im Wirtschaftsleben darstellen

Die fantastische Idee an dieser Unternehmensgeschichte ist, dass dieses Unternehmen Menschen zum Handeln und zu sozialem Engagement bewegt hat. Zitat Anita Roddick über ihre KundInnen, “dass diese nicht in erster Linie wegen der Kosmetik in den Laden kommen, sondern weil sie sich bei verschiedensten Aktionen mit engagieren können“. Anita Roddick forderte immer wieder nachdrücklich dazu auf, die Ethik im Wirtschaftsleben in den Vordergrund zu stellen. In all ihren Arbeitsjahren hat sie sich immer wieder für Schwächere eingesetzt und ihre Initiativen durch Hilfe zur Selbsthilfe weiter und weiter wachsen lassen.

2. Das man den Blick für soziales Handeln schärft
Die fantastische Idee an dieser Unternehmensgeschichte ist, dass dieses Unternehmen Menschen zum Handeln und zu sozialem Engagement bewegt hat. Zitat Anita Roddick über ihre KundInnen, “dass diese nicht in erster Linie wegen der Kosmetik in den Laden kommen, sondern weil sie sich bei verschiedensten Aktionen mit engagieren können“. Anita Roddick forderte immer wieder nachdrücklich dazu auf, die Ethik im Wirtschaftsleben in den Vordergrund zu stellen. In all ihren Arbeitsjahren hat sie sich immer wieder für Schwächere eingesetzt und ihre Initiativen durch Hilfe zur Selbsthilfe weiter und weiter wachsen lassen.

3.Das man den Blick schärft für das menschlich wesentliche
Für Anita Roddick stellte Kosmetik einfach nur Kosmetik da und nicht ein Wundermittel zu Verjüngung, Erlangung eines bestimmten Schönheitsgrads und Erfolg. Sie rückte den Schönheitswahn in ein anderes Licht und die Dinge wieder in eine tatsächliche Realität. Denn hängt unsere Lebensgeschichte und Erfolgsgeschichte wahrlich nicht nur davon ab, welche Creme wir gerade verwenden.

4. Das man zu seinen Prinzipien steht
Sie selbst hat sich mal als Außenseiterin bezeichnet. Doch war sie wen, eine Außenseiterin die ihren Prinzipien treu geblieben ist, für ihre Ziele gekämpft hat, nichts als gegeben hingenommen hat und immer für die gute Sache gestanden hat. Ihre Prinzipien haben ihr den Weg frei gemacht, ein Unternehmen dieser Größenordnung aufzubauen und zu führen

5.Das man eine soziale Unternehmenspolitik bilden sollte
Denn so kann man die unternehmerischen Ziele viel leichter erreichen. Engagierte MitarbeiterInnen waren für sie immer das Wichtigste. Denn nur damit war es auch möglich, all die Aktionen durchzuführen, die Body Shop so bekannt gemacht haben.

6. Das eine charismatische Unternehmensführung von Vorteil für den Erfolg eines
Unternehmens ist
Anita Roddick verstarb im September 2007. Damit ist eine Persönlichkeit von dieser Welt gegangen, die Bewegung in das Wirtschaftsleben gebracht hat, die viel in ihrem Leben und für andere erreicht hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich auch andere Unternehmen daran ein Beispiel nehmen.

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One comment

  1. Wow! What a thoughtful article!
    I love the vision/goal/sympathy model for the entrepreneur, and it led me to imagine: what is getting in the way?
    But the best part is towards the end, when you talk not about the entrepreneur, but about consumers and what they might be responding to, and especially, as they respond to meaningful things (they are not monkeys being fed pellets, but like you and me have dreams, ambitions, values … .) As it happens, a couple of my 2nd semester students have been writing about this, and you’ll find their posts, and my long comments, here: http://therealblogbusters.wordpress.com/tag/red-bull/. I think this is so interesting, because so much of what we talk about is technology, methods, bureaucracies, but here you are talking about the structure of feeling: that this marketing business is warm, living, breathing people.
    Nicely one!

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