Auf der Suche nach dem Stil der Straße: Die Welt der Modeblogger

„They open the dialogue on fashion“ so beschreibt der Designer Filip Aricks die Arbeit der Modeblogger.

Wenn Mode, die man auf der Straße findet, auffällig ist, ist sie durchaus ein Fall für Styleblogger. Dem Kombinationsgedanken wird freien Lauf gelassen. Ob Second-hand, Markenartikel , Altkleidersammlung, Flohmarkt oder der Kleiderschrank der Oma – Trend ist, was gefällt und jeder kann seinen eigenen Trend und Chick entwerfen und entwickeln.
Doch wird es nicht jeder auf einen Modeblog schaffen, es sei denn, das der individuelle-gemixte-abgedrehte Geschmack dann doch so auffällig ist, dass er aus dem einheitlichen Mode-Brei heraussticht.

Trend Stylebloggen

Das System ist ganz einfach. Man braucht eine Kamera, zieht durch die Straßen und spricht wildfremde Menschen an. Man geht so zusagen auf Mode-Jagd.
The Sartorialist  
Facehunter
Hel-Looks
 
Sie gaben sich selbst den Namen „Amateur Trendscouts“ und suchten ihre Modelle in den Straßen der Metropolen London, New York, Tokio und Helsinki. Die Modelle müssen nur dazu gebracht werden sich ablichten zu lassen und danach werden die Bilder ins Netz gestellt, um von millionen von Menschen gesehen zu werden.

Mittlerweile gibt es richtige Blog-Celebrities, die ihre eigenen Modeblogs als Hauptberuf und Einkunftsquelle sehen und nutzen können.

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Mary Scherpe ist eine von ihnen und Trendjägerin in Berlin, die ihre Modelle direkt auf der Straße suchen. Sie betreibt den Blog Stil in Berlin

Scherpe sagt, dass die Blogger Leute suchen, die den Mut haben, etwas zu machen, das nicht der Norm entspricht. Die findet sie nämlich langweilig. “Die Leute schleppen tütenweise Klamotten aus den Geschäften und in den Läden liegen Tausende Modezeitschriften – aber die Menschen sehen fast alle gleich aus”, sagt sie. “In Deutschland ist man eben sehr konform.”

Hip wird erst die richtige Kombination

Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit Mary Scharpe in der Taz

„Sie entdecken also jemand Interessanten – und dann?“
„Meine Kamera habe ich zwar immer dabei, aber zum Fotografieren gehe ich bewusst raus. Ich stelle mich an die Straße und gucke. Wenn die Leute etwa den ganzen Winter über in diesen schwarzen Zweireihern herumlaufen, dann sticht jede Abweichung von der Norm ins Auge. Ich fotografiere immer, was mir selbst gefällt. Das sind nicht unbedingt Sachen, die ich selber tragen würde. Es geht vielmehr darum, wie jemand Dinge kombiniert. Das kann die Nonchalance sein oder die Echauffiertheit, mit der das Ganze passiert ist.“

Als letztes möchte ich hiermit noch Jessica Weiß vorstellen.

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Ein der Berliner Blogger überhaupt, die es geschafft hat, Einlass in die Events der höchsten Modewelten zu bekommen. Sie blogged über Mode.

Dieses Video gibt euch einen kleinen Einblick in den Alltag eines Bloggers.

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2 comments

  1. Finde deinen Post sehr interessant und informativ …. Aber wenn ich mir die Berliner Modeszene angucke, grade im Hinblick der letzten Jahre muss ich doch immer wieder feststellen, dass ich mich damit immer weniger identifizieren kann. Der Inde-Look, der ja starkt vermehrt in Fhain und Pberg getragen wird, bringt mich doch des öfteren zum Kopfschütteln 😀

  2. julesproject · · Reply

    Hallo Martin, entschuldige, dass ich mich jetzt erst melde. Du hast Recht….Berlin lässt jedem freien Platz sich modisch zu entwickeln und dem werden auch keine Grenzen gesetzt. Ich selbst habe Kleidung, in der ich mich in anderen Städten nicht wohl fühl aber in Berlin kann man diese Sachen einfach tragen und man fällt nicht aus dem Bild. Ich bin selbst nicht so Mode fanatisch…… denn es gibt weit wichtigere Dinge im Leben. Ich bin nur durch das Modelabel, das meine Gruppenpartnerin und ich begleiten, etwas mehr in die Welt der Mode eingetaucht und ich fand diesen Trend des Modebloggens sehr interessant, da große Modehäuser und Designer durch die Blogger schnelle und vor allem günstige Werbung starten können. Außerdem gewinnen die etablierten Modefirmen an engem Kundenkontakt denn die Follower besuchen immer wieder gerne ihre festen Blogs, die sich schon über Wochen begleiten.

    Ich

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