Schnelles Wachstum als eventuelle Stolperfalle für Startups am Beispiel Zalando

Die “Zalando-Wette”

Der E-Commerce-Shop Zalando gilt wohl als eines der bekanntesten Startup Unternehmen Deutschlands und über dessen Grenzen hinaus. Seit der Gründung vor vier Jahren ist das Unternehmen explosionsartig gewachsen. Allein in Berlin werden 1000 Mitarbeiter beschäftigt und es wurden bereits über 600 Millionen €uro investiert.
Die Unternehmensgründer sind zwar die Geschäftsführer, jedoch werden die Geschicke durch die Samwer Brüder gelenkt. Diese sind auch für die Investorensuche verantwortlich. Sieht man von der Wahrnehmung des Unternehmens ab und betrachtet den tatsächlichen Zustand von Zalando, dann ist dieser deutlich zu hinterfragen. Das Unternehmen erwirtschaftet Verluste. Unter anderem wird dafür die Retourenqoute als Grund angeführt. Es ist aber auch davon auszugehen, dass das extrem schnelle Wachstum und der rasante Aufbau von Fixkosten durch viele Mitarbeiter und große Büroräumlichkeiten zum Verlust beitragen.

Mehr dazu könnt ihr in dem aktuellen Manager Magazin erfahren.
https://magazin.spiegel.de/reader/index_MM.html#j=2012&h=12&a=89624134

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5 comments

  1. Ich finde deinen Post sehr gelungen und mag, dass du die Situation eines Start-Ups, von dem viele positiv denken und eine Erfolgsgeschichte verknüpfen, auch mit ein wenig Skepsis beleuchtest.
    Neben dem Umsatzverlust aus Retouren und den Marketingausgaben in Millionenhöhe, ist Zalando aber auch in Aspekten der Personalpolitik stark in Verruf geraten. Dazu kann ich eine kurze Dokumentation empfehlen. (http://vimeo.com/46708753).
    Ein Erfolg auf ganzer Linie? Wohl eher nicht.

  2. Ich finde es zeigt auch, wie sehr man doch wichtige unternehmerishe Größen aus den Augen verlieren kann. Das Beispiel zeigt ja ganz klar, dass der Erfolg in diesem Ausmaß nicht erwartet wurde. Das schnelle Wachstum ließ die Geschäftsführung zu schlampig werden, also in Hinblick auf die Planung. Der Post ist sehr gut und grade im Hinblick auf unsere anderen Projekt sehr wichtig und ein warnendes Beispiel…

  3. Ein interessanter Post. Ich habe soeben ein Video über Zalando gesehen. Dort wird diskutiert, dass es über 50 % Rücksendequote gibt. Zudem werden auch die Arbeitsbedingungen beschrieben. Es werden mal wieder Kosten gespart und Millionen von Euros in Marketing verpulvert. Hier der Link zum Video: http://youtu.be/u2tV3rWNuQs

  4. Und auch der Punkt Mitarbeiterführung wird hier ein wenig beleuchtet. Aber es ist schön zu hören, dass es mal eine Firma gibt, die nicht strickt rationalisiert, sondern auch Mitarbeiter einstellt. Dass dies dann teilweise vielleicht nicht alle gebraucht werden, ist eine Sache, über die sich die Personalführung dann genauer Gedanken machen muss. Auf diese Weise kann das Unternehmen schnell genug wachsen, aber hat nicht all zu hohe Fixkosten.

  5. Sehr interessanter und top aktueller Post. Die Retrourquote von der du sprachst ist ja auf das falsche Marketing diesbezüglich zurückzuführen (in der Werbung extra damit geworben, dass man alles zurückschicken soll, wenn es einem nicht gefällt).
    Ich bin sehr gespannt, wie sich das Unternehmen weiter entwickeln wird, da zu der schweren finanziellen Situation nun auch Wettbewerbsdruck hin zu kommt (denke da an mirapodo.de)

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